Aktuelles aus der Medizin und den begleitenden Wissenschaften – Diskussion

Liebe Besucher. Der eine oder andere aktuelle Themenbereich soll hier in dieser Rubrik seinen Platz finden dürfen und gerne fleissig diskutiert werden. Mein besonderes Interesse gilt derzeit den Digitalisierungsthemen in der Gesellschaft und speziell in der Medizin. Sind wir in der Lage, den Gegenstand „Medizin“ schon aus der Hand des verantwortlichen Arztes, der Ärztin zu nehmen und daraus eine App zu machen? Wollen wir das überhaupt? Und wer ist wir? Sprechen wir von einer gemeinsamen Interessensgruppe oder teilen sich die Interessen? Welche Interessensgruppen oder Lobbys stehen sich in der Thematik Digitalisierung unter dem Aspekt den Gegenstand Gesundheit zu vermarkten oder zu fördern gegenüber?

Begleiten Sie die Diskussion: https://www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/Warum-der-Arzt-immer-nur-noch-Zweitmeinung-ist-405175.html

undefined Lesen Sie dazu das Fachbuch von Prof. David Matusziewicz, Gesundheitsökonom (FOM) https://www.mwv-berlin.de/produkte/!/title/digitale-medizin/id/673

Meine Meinung zu diesem Thema: Die Digitalisierung schreitet sehr rasch voran. Sie bietet viele Möglichkeiten und die Gesellschaft wird die Ergebnisse brauchen und davon profitieren. Jedoch schreiten die digitalen Möglichkeiten schneller voran, als der Verstand des Anwenders sie überblicken, Risiken erkennen und einschätzen kann. Die digitale Kriminalität und der unselige Spaß den Einzelne offenbar am Chaos haben, sind weiter entwickelt als die noch sehr dünnen Schutzwälle der Nutzer. Wir sind somit noch recht anfällig, was die jüngsten Angriffe, mit denen unsere Kollegen der Universität Giesen nun kämpfen, deutlich zeigen. Eine „Herdenimunität“ unserer digitalen Gesellschaft ist noch genauso wenig in Sicht wie die reale Impfungsdichte gegen zum Beispiel die Masern. Analog zur Grippewelle der realen Welt müsste wie die jährliche Influenzavaccine, eine regelhafte Forschung stattfinden, welche dann auch Schutzmechanismen bereitstellt die sich auch wieder analog zur Herdenimmunität, alle Nutzer leisten könnten und nicht nur Einzelne die es bezahlen können. Hier sehe ich aufgrund der Dimensionen des Themas eine Verantwortung des Staates aufkommen. Es ist nicht sinnvoll, dass sich große Internetanbieter vor Viren schützen, der Kunde jedich dies nicht kann. Fällt der digitale Kunde/Patient aufgrund von Virenangriffen aus, so steht der gut geschützte Anbieter zwar ohne „eigenen Infekt“ aber auch ohne Arbeitsmöglichkeiten mangels Kunden da. Fallen digitale Systeme in Krankenhäusern aus, (vernetzte CTs, Röntgen, BGAs, BZ Messgeräte) steht der Arzt ohne Diagnostik da und schlimmstenfalls auch ohne Therapiemöglichkeit, weil Medikamente aus der volldigitalen Liefermatrix nicht mehr angeordnet, geordert oder im digitalisierten Lager überhaupt gefunden werden können. Dies sind keine absurden Zukunftsvisionen sondern reale Erlebnisse aus den letzten 5 Jahren, die ich aus Vertrauens- und Datenschutzgründen nicht bestimmten Einrichtungen zuordenen möchte. Einzelne Player am digitalen Markt werden diese Aufgabe in Zukunft aufgrund der Vielfalt und mehrdimensionaler Problemstellung nicht stemmen können. Siehe Universität Gießen, Stadtverwaltungen Frankfurt https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/stadt-frankfurt-weiter-offline-wegen-schadsoftware-16543502.html und Bad Homburg https://www.hessenschau.de/tv-sendung/stadt-frankfurt-und-bad-homburg-sind-offline-,video-110408~_story-it-system-stadt-frankfurt-100.html.

Um sich fachkundig zu machen und den Umfang der möglichen Digitalisierung zu erfassen empfehle ich das Buch von Prof. Matusiewicz. Zu seiner Positionierung in dieser Thematik hier ein Ausschnitt aus dem Portal LinkedIn: “ Prof. Dr. David Matusiewicz • 2. Dean and Institute Director, FOM University / Founder, Digital Health Academy 6 Tage • Bearbeitet • Die digitale #Transformation des Gesundheitswesens wird die medizinische Arbeitsrealität verändern. Das findet allerdings bis heute kaum oder nur marginale Beachtung in den Inhalten von Studium und Ausbildung in Medizin, Pflege und medizinischen Fachberufen. Exponentielle Technologien im Gesundheitswesen gehören unserer Meinung nach in die medizinische Ausbildung und ins Studium. Wo sonst soll zum einen Akzeptanz und zum anderen Wissen generiert werden. Erst nach und nach entstehen erste Curricula und Lernformate zur digitalen Medizin. Zugleich sind bislang Forschung, Lehre und Anwendungsszenarien in diesem Feld noch äußerst fragmentiert. Das Werk Digitale Medizin füllt Wissenslücken und strukturiert die unterschiedlichen Fragestellungen und Themenbereiche der Digitalen Medizin. Es ist systematisches Kompendium sowie Navigationshilfe in einem dynamischen Wissensgebiet. Studierende, aber auch Praktiker erhalten hiermit eine Einführung in die digitalen Dimensionen der gesamten Medizin.“

Veröffentlicht von heringerberatung

Master of Arts Erziehungswissenschaften und Doktorand an der Goethe Universität Frankfurt am Main.

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